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On the launchpad - Entwicklungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte

Marketing
Gruppenarbeit als zentrales Element im Trainee-Programm.
Gruppenarbeit ist ein zentrales Element im Trainee-Programm.

On the launchpad! Was ist das denn? Wörtlich übersetzt heißt es „auf der Startrampe“. Im Fall von Marlies Limmer, Marketingreferentin bei der BRB, ist es ein Programm für junge Talente, ein Angebot der Transdev, dem größten privaten Mobilitätsanbieter in Deutschland und weltweit aktiv. Zur Transdev-Gruppe gehört auch die BRB.

Innerhalb des Entwicklungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte gehört Marlies zur Gruppe von 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der ganzen Welt – Deutschland, Niederlande, Schweden, Frankreich, Portugal, USA, Kanada, Brasilien und Australien. Man trifft sich nicht nur im virtuellen Raum, sondern auch in verschiedenen europäischen Großstädten. Aber das Programm ist alles andere als Urlaub, denn es geht schließlich darum, junge Mitarbeitende fit für Führungspositionen zu machen. Erfahrungsaustausch untereinander, Prozesse und Sichtweisen anderer Transdev-Töchter und anderer Länder kennenlernen, eigene Ideen entwickeln und diese auch gleich umsetzen. Dafür erarbeiten die Teilnehmenden Konzepte in Gruppen, erweitern ihren Erfahrungshorizont.

Marlies Limmer: „Das ist für mich eine enorme Bereicherung und bringt mich einen großen Schritt nach vorne. Dass ich für dieses Programm von meiner Vorgesetzten vorgeschlagen wurde, macht mich schon auch stolz.“ Auch wenn es mehr Arbeit für sie bedeutet, denn Meetings müssen vorbereitet, Präsentationen erstellt werden, wenn sie tagelang unterwegs ist, bleibt im Büro viel Arbeit liegen, das kennen viele aus eigener Erfahrung.

„On the launchpad“ ist ein attraktives Programm für junge Mitarbeitende, die sich weiterentwickeln möchten, dauert sechs Monate, vermittelt ein globales Verständnis der Transdev-Gruppe aus strategischer und operativer Sicht.

"Wir gewinnen eine neue Sicht auf das Mobilitätsgeschäft, indem wir andere Modelle in anderen Regionen kennenlernen, damit kommt man auch aus seiner eigenen Betriebs-Blase heraus."
Marlies Limmer
Marlies Limmer
BRB-Marketingreferentin

In den Vorbereitungsunterlagen zum ersten Treffen in Portugal stand neben vielen anderen Details auch der Dresscode: Montag Business Casual, Dienstag Business Formal, Mittwoch Smart Casual, Donnerstag Business Formal und Freitag Business Casual. „Da gibt es zum Beispiel Unterschiede bei den Schuhen“, erklärt Marlies. Tiefer steigen wir in diese Thematik nicht ein, da half sicher KI bei der einen oder anderen Kleiderwahl 😉

Wie ist das Programm aufgebaut?

Marlies Limmer: „Auswahlprozess, Kick-Off, um das Programm vorzustellen und da bekamen wir auch schon unser Projekt zugewiesen. Danach ging es mit einer ersten „Learning Expedition“ in Portugal los. Dort lernten wir in einer Woche Land und Gegebenheiten kennen, hatten ausgiebig Gelegenheit zum Networking. Wir machten uns schon Gedanken zu unseren Projekten und es gab bereits vor Ort Workshops dafür. Nach der Expedition ging die Arbeit in Teams von fünf bis sechs Personen los. Ein halbes Jahr selbstständig am Projekt arbeiten, gleichzeitig an verschiedenen Workshops teilnehmen, um uns eben weiterzuentwickeln und unser Potential auszuschöpfen. Anfang Oktober, zum Schluss des Traineeprogramms, gibt es dann nochmal eine zweite Expedition nach Prag und Paris. Dort werden wir in der Transdev-Europa-Zentrale unser Projekt einem hochrangigen Gremium präsentieren.“

Die „Learning Expedition“ fand in Portugal statt und inkludierte auch die Fahrt mit dem ÖPNV.
Die „Learning Expedition“ fand in Portugal statt und inkludierte auch die Fahrt mit dem ÖPNV.

Was ist dein Projekt?

Marlies Limmer: „Es geht in meinem Team um Customer Experience, also die Erfahrung von Fahrgästen mit uns als Mobilitätsanbieter. Dass man beispielsweise bei der Busfahrt verschiedene Stufen durchläuft, 14, um genau zu sein: angefangen von ich schaue, wann der Bus fährt, über ich fahre im Bus und schlussendlich ich teile meine Erfahrung. Wir sollen für jede Stufe eine Verbesserung ausarbeiten, um die Customer Journey, also das Reiseerlebnis, zu verbessern. Die Verbesserungen sollen komplett neu sein, budgetfreundlich und gleichzeitig inklusiv und bestenfalls noch empirisch belegt. Am Ende geht es darum, dass der Einzelne mit dem Bus oder Zug fahren soll, statt das Auto zu nehmen.“

Anmerkung am Rande: Dazu hat Marlies – nicht nur, aber auch – ihren Kolleginnen der BRB eine Umfrage geschickt, denn natürlich sind auch BRB-Mitarbeitende als Fahrgäste in Bus, Zug, Straßenbahn usw. unterwegs. Und wer konnte da schon nein sagen😉

Man beachte das schicke Sicherheitsdesign von Brille und Schuhen im Betriebswerk.
Man beachte das schicke Sicherheitsdesign von Brille und Schuhen im Betriebswerk.

Learning Expedition Porto – Lissabon, was gab es zu lernen?

Marlies Limmer: „Wir waren in Portugal mit einem ziemlich vollen Zeitplan unterwegs. Treffen mit Führungskräften von Transdev Portugal, Besuch in einem Transdev-Betriebswerk, beim größten Busunternehmen für Linienbusse in Porto, bei einem Verkehrsverbund in Lissabon, ähnlich dem MVV, beim Bürgermeister von Lissabon, an einer Universität, die zur Mobilität forscht und noch einige Stationen mehr. Viele neue Eindrücke und irgendwie haben alle dieselben Probleme: Vorgaben der Auftraggeber sind oft schwer zu erfüllen, Verträge müssen nachverhandelt werden, Busfahrermangel, Infrastrukturprobleme oder wie bekommt man mehr Personen in den ÖPNV.“

Annette Luckner

Annette Luckner

Pressesprecherin, BRB