Barrierefrei reisen

Mitfahrt für mobilitätseingeschränkte Personen: Fahren Sie mit!

Unsere Züge entsprechen der EU-weiten Norm zur Barrierefreiheit TSI-PRM und sind mit dieser Norm als Grundvoraussetzung auch durch unsere Aufsichtsbehörde, das Eisenbahn Bundesamt (EBA), zugelassen. Alle Fahrgäste, deren Mobilität eingeschränkt ist, sind an Bord willkommen und wir unterstützen Sie in jeglicher Hinsicht.
An Bord sind taktile Drucktaster (z.B. für den Hilferuf, aber auch für die Türöffnung), barrierefreie oder mindestens behindertengerechte Toiletten Standard. Vertikale Haltestangen im Zuginneren und akustische Signale bei Türöffnung und -schließung geben zusätzlich Sicherheit. Und mehr noch: Sie müssen sich für eine Mitfahrt mit uns nicht anmelden. Im Bedarfsfall legen unsere Triebfahrzeugführende und Kundenbetreuende rasch und problemlos Rampen für Rollstuhlfahrende an und sind beim Ein- und Ausstieg behilflich. Bitte beachten Sie, dass dies bei anderen Eisenbahnen anders gehandhabt werden kann. Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.

Eine Ausnahme: Sollten Sie in einer Gruppe reisen, melden Sie sich bitte vorab an. Und wenn Sie möchten, können Sie sich zur Mitfahrt natürlich generell anmelden, eine Pflicht besteht nicht. Sie können dies in unserem Kundencenter tun, über unser Kundentelefon 08024 997171 für die Netze Chiemgau-Inntal und Oberland und 0821 47877877 für die Netze Ammersee-Altmühltal und Ostallgäu-Lechfeld (jeweils Ortstarif, Weiterleitung an unseren zentralen Kundenservice in Neubrandenburg, 24 Stunden erreichbar) oder beim bundesweiten Mobilitätsservice über Telefon 01806 512512 (jeweils 20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk ggf. abweichend) oder per Email msz@deutschebahn.com.

Beförderbedingung für E-Mobile

Für Fragen und Antworten rund um die Barrierefreiheit an Bord unserer Züge im Oberland (München - Holzkirchen - Lenggries/Tegernsee/Bayrischzell):

Sind die Fahrzeuge barrierefrei?

Ja. Die Fahrzeuge haben gültigen Inbetriebnahmegenehmigungen. Diese umfassen auch die EU-weite Norm zur Barrierefreiheit TSI-PRM. Würden Sie die TSI PRM nicht erfüllen, hätten sie keine Inbetriebnahme, wären nicht für den Fahrgastverkehr zugelassen und würden demnach nicht eingesetzt.

Welche Vorteile haben die Fahrzeuge für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste?

  • Der Bereich für Rollstuhlfahrer ist vom Bereich für Radler getrennt.
  • Es gibt taktile Bodenmarkierungen und Taster (Türöffnung innen und außen, WC-Taster, SOS-Knopf).
  • Im Wageninneren sind vertikale Haltestangen montiert.
  • Die Toilette ist barrierefrei und mit zusätzlichen Notrufknöpfen versehen (auch in normkonformem Abstand über dem Boden, für den Fall eines Sturzes).

Wie können Fahrgäste mit Rollstühlen ein- und aussteigen?

Zum Ein- und Ausstieg stehen an Bord der Züge Rampen zur Verfügung. Sie werden beim Ein- und Ausstiegswunsch angelegt, damit Rollstuhlfahrer*innen bequem aus- und einsteigen können.

Welche Nachteile haben die Fahrzeuge für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste?

Zum Ein- und Ausstieg ist ein Spalt zu überbrücken, wodurch Rollstuhlfahrer*innen nicht mehr eigenständig ein- und aussteigen können. Dies war bei einem Teil der vorherigen Flotte ebenso der Fall. Für diesen Fall verfügen die Fahrzeuge über mobile Rampen, die das Fahrpersonal beim Mitfahrwunsch (angemeldet oder nicht) schnell und unkompliziert an- und ablegt und so beim Ein- und Ausstieg unterstützt.

Warum ist der Durchgang vom Rollstuhlfahrerbereich zum nächsten Türraum nur 600 mm breit?

Die Fahrzeuge müssen gemäß § 9 EBO (Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung) das deutsche Regellichtraumprofil erfüllen, d.h. das maximale äußere Begrenzungsmaß der Züge (Breite und Höhe) ist vorgegeben. Andernfalls dürften die Züge nicht in Deutschland fahren. Dadurch ist auch die innere maximale Breite vorgegeben. Nachdem die sogenannte Universaltoilette auf europäischer Ebene in der TSI-PRM definiert ist (Punkt 5.3.2.4.), muss sie auch in unseren Zügen diesen Anforderungen entsprechen. “Die Größe des Toilettenraums ist so zu wählen, dass ein Rollstuhl gemäß Anlage M in eine Position bewegt werden kann, die es ermöglicht, dass Rollstuhlfahrer sowohl seitlich als auch diagonal zum Toilettensitz gelangen können. Hierdurch ist die Breite der Toilettenzelle vorgegeben und mithin verbleibt nach einfacher Subtraktion nur ein Durchgang von 600 mm. Rollstühle dürfen nur mitgenommen werden, wenn Sie die nachgenannten Spezifikationen erfüllen:
- maximal Breite 700 mm zuzüglich 50 mm an jeder Seite für die Hände bei Fortbewegung
- maximal Länge 1 200 mm zuzüglich 50 mm für die Füße Gewicht
- Elektro-Rollstühle nur, wenn sie ohne Schiebehilfe eine Einstiegshilfe überqueren können und das maximal zulässige Gewicht von 300 kg (inklusive Rollstuhlfahrer/in und Gepäck) nicht überschreiten.
- Handrollstühle nur bis zum maximal zulässigen Höchstgewicht von 200 kg (inklusive Rollstuhlfahrer/in und Gepäck).

Warum ist im Bodenbereich des Rollstuhlbereichs eine Senke?

Die Senke ist notwendig, um die Ausstiegshöhe auf das Niveau von 730 mm zu bringen. Die meisten Bahnsteige im Oberland sind 760 mm hoch und so ist ein Einstieg ebenerdig möglich.

Warum ist die Kennzeichnung „Rollstuhl“ am Einstieg so klein und in der bestehenden Höhe angebracht?

Die Größe der verwendeten Piktogramme an der Außentüre ist üblich und wird auch an anderer Stelle verwendet. Die Anbringungshöhe orientiert sich an einem sitzenden Rollstuhlfahrer. Das Piktogramm wurde in der Wohlfühlhöhe der Rollstuhlfahrer nach TSI-PRM platziert. Ausgehend davon, dass der Rollstuhlfahrer ab 1100 nach oben und nach unten blickt. Zudem sind die Außenseiten der Züge mit großformativen Piktogrammen versehen.