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Wer hat schon mal was im Zug liegen lassen?

Service

Schals und Schirme sind die Klassiker, Musikinstrumente eher selten

Fundsache
Wer schonmal was im Zug vergessen hat, weiß wie ärgerlich das sein kann. Wir kümmern uns künftig auch online darum im Netz Oberland und Chiemgau-Inntal (Archivfoto).

Helmut Hermann gerät richtig ins Schwärmen, wenn er vom neuen Fundsachenmanagement der BRB spricht. „Jetzt ist es für unsere Fahrgäste viel einfacher geworden, wenn sie etwas im Zug vergessen“, erzählt der Teamleiter Kundencenter. Musste man früher zum Kundencenter laufen und nachfragen, ob das vergessene Teil abgegeben worden ist, oder zum Telefonhörer greifen und nachfragen, gibt es ab sofort für die Netze Chiemgau-Inntal und Oberland den Online-Service. Wer Lust hat, kann das einfach ausprobieren. Man kann sich durch die Seite klicken Suche und erkennt schnell, dass da viele Details abgefragt werden, um den Gegenstand auch gleich dem richtigen Besitzer zuordnen zu können.

Frage: Warum gibt es das neue Fundsachenmanagement nur für die Netze Chiemgau-Inntal und Oberland und nicht auch für Ammersee-Altmühltal und Ostallgäu-Lechfeld?

Helmut Hermann: Die Ausweitung wäre ein weiterer denkbarer Schritt, aber in den beiden Netzen Ammersee-Altmühltal und Ostallgäu-Lechfeld ist das Fundbüro der DB unser vertraglicher Partner und übernimmt diese Aufgabe für uns. In den Netzen Oberland und Chiemgau-Inntal machen wir das selbst.

Frage: Kleidungsstücke bleiben ja gerne mal liegen, Handschuhe, an die man beim Aussteigen nicht mehr denkt, Schals, die man abgelegt hat, weil es im Zug schön warm war. Dafür gibt es Rubriken, die man nur anklicken muss. Aber was ist bitte ein Gilet? Das steht auch in der Liste der Kleidungsstücke.

Helmut Hermann: Das ist eine ärmellose Weste. Und Weste steht als Begriff in der gleichen Rubrik, also nicht so schlimm, wenn man den Ausdruck nicht kennt. Wir haben uns bemüht, mit unseren Fragen und den dazugehörigen Klicks den verlorenen Gegenstand so genau beschreiben zu können, dass er zweifelsfrei zugeordnet werden kann.

Jetzt ist es für unsere Fahrgäste viel einfacher geworden, wenn sie etwas im Zug vergessen.
Helmut Hermann über das neue Fundsachenmanagement
fundsache

Frage: Was passiert mit den nicht abgeholten Gegenständen?

Helmut Hermann: Die müssen sechs Monate aufbewahrt werden. Danach führen wir sie, wenn möglich, über spezialisierte Firmen einer Zweitnutzung zu und der Erlös daraus geht an caritative Einrichtungen.

Frage: Von wie vielen Teilen reden wir denn da im Jahr?

Helmut Hermann: Vor Corona waren es rund 2.500 Fundsachen pro Jahr, zwei Drittel davon in Rosenheim und ein Drittel in Holzkirchen. Im Netz Chiemgau-Inntal fahren wir mehr Kilometer und haben mehr Touristen, die lassen wohl auch schneller einmal etwas im Zug liegen.

Das Online-Formular für Fundsachen ist hier zu finden: Fundbuero Da stehen auch alle weiteren Möglichkeiten, wie man wieder zu seinen Sachen kommt und was es sonst noch zu beachten gibt!

Aus der Abteilung Kurioses
Manche Fundsachen sind schon kurios: Helmut Hermann mit einem Musikinstrument, vermutlich Marke Eigenbau. Wem das gute Stück gehört, der erkennt es sicher gleich wieder und kann sich gerne bei uns melden. Natürlich online.