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Ein Tag im Leben einer BRB-Kundenbetreuerin

27.07.2020
Bitte alle Einsteigen
Kundenbetreuer*innen haben vielseitige Aufgaben, wie natürlich die Fahrscheinkontrolle.

Ivana, Du bist Kundenbetreuerin bei der BRB. Was heißt das genau, was machst Du den ganzen Tag?

Antwort: Aus meinem Jobtitel geht ja schon hervor was ich mache: Ich betreue Kunden, aber auch weibliche 😉. Das heißt, dass ich die erste Ansprechpartnerin für unsere Fahrgäste bin, wenn Sie zu uns an Bord kommen. An Bord bin für Fragen aller Art da, gebe Auskünfte und Tipps und kontrolliere Fahrscheine. Dazu kommen noch betriebliche Aufgaben, wie zum Beispiel das Abfertigen eines Zugs. Dafür bin ich in engem Kontakt mit unseren Triebfahrzeugführer*innen.

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Wichtig im Alltag eines/ einer Kundenbetreuer*in ist auch das Zeichen zur Abfahrt zu geben.

Und wie sieht ein typischer Tag aus?

Antwort: Typischerweise gehe ich morgens an meinen Dienstort: Das ist für mich der Augsburger Hauptbahnhof. Anhand des Dienstplans schaue ich dann nach auf welchem Zug ich Dienst habe, sage dann kurz dem Triebfahrzeugführer “Hallo” und gehe dann an Bord. Während ich an Bord bin gehe ich durch und begrüße meine Fahrgäste. Dazu gehört auch die Ticketkontrolle. An jedem Halt steige ich kurz aus dem Zug aus und schaue, ob noch jemand mit will und gebe dann das Zeichen zur Abfahrt. So weit so typisch, aber so typisch bleibt es nicht, denn es fallen immer wieder Dinge an, die nicht planbar sind – und das gefällt mir besonders an meinem Job, alles andere wäre mir zu langweilig.

Am meisten im Job machen mir die Gespräche mit unseren Fahrgästen Spaß. Viele fahren immer wieder mit uns und man kennt sich schon persönlich. Aber auch neue Fahrgäste oder Fahrgäste, die mit uns nur diese eine Fahrt machen, zum Beispiel um sich Neuschwanstein anzusehen, versuche ich die Zeit an Bord so unterhaltsam wie möglich zu machen. Man muss schon kommunikativ sein in meinem Job.
Kundenbetreuerin Ivana
Lost and Found

Was wären so zusätzliche Sachen, die anfallen können?

Antwort: Wir finden immer wieder Gegenstände, die Fahrgäste liegen gelassen haben. Diese notiere ich und gebe sie in Augsburg beim Fundsachenbüro der DB ab. Wenn wir Verspätung haben, Fahrgäste aber unbedingt in z.B. Geltendorf einen anderen Zug erwischen müssen, melde ich die Fahrgäste an und drücke dann die Daumen, dass der andere Zug wartet. Wenn ein Fahrgast keinen Fahrschein hat, gibt es ein Erhöhtes Beförderungsentgelt. Das ist zwar nicht immer lustig, aber die allermeisten Fahrgäste verstehen, dass sie nicht einfach in unseren Zug steigen und mitfahren dürfen, sondern eben ein Ticket brauchen. Das ist ja im Flugzeug, im Bus und sogar im Kino auch nicht anders.

Stichwort „Corona“: Hat sich dadurch für Dich in der Arbeit was verändert?

Antwort: Aber hallo! „Corona“ hat bei uns viel verändert, allerdings muss ich sagen, dass wir da alle an einem Strang ziehen. Wir sind ja auch in der Phase der Ausgangsbeschränkungen weitergefahren, damit Menschen wie Krankenschwestern und Apotheker und so weiter noch zur Arbeit kommen konnten. Wir haben aber alle Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Bedeckungen und klare Regeln an die Hand bekommen, und so geht’s schon. So langsam kommen auch die Fahrgäste zurück, was mich sehr freut, denn die Zeit, in der wir fast nur Luft zwischen Augsburg und Füssen hin und her gefahren haben, war für mich als Kundenbetreuerin schon komisch.

Wie nehmen die Fahrgäste die Corona-Regeln auf?

Antwort: Die absolute Mehrheit hält sich an die Regeln zur Maskenpflicht, die ja an Bord aller Züge, Busse und Straßenbahnen gilt. Wir als Kundenbetreuer gehen da ja auch mit gutem Beispiel voran und müssen das ja auch, um das Virus einzudämmen. Klar, ein paar, die die Maske vergessen haben, gibt es immer und die ermahnen wir dann eine Maske zu tragen, denn das ist Pflicht und richtig teuer, wenn man „oben ohne“ erwischt wird.

Wird Zeit, dass dieses Virus verschwindet, oder?

Antwort: Ja, klar, es wäre schön, wenn alles wieder so wie vorher wäre, aber zur Zeit gibt es eben ein paar mehr Regeln, die wir alle im Zug befolgen müssen. Und das ist eben so. Alles in allem ist es ja wirklich auszuhalten – in Asien gehen die Menschen ja schon seit Jahren mit Mundschutz ins Freie, wegen der Luftverschmutzung und auch, um andere nicht anzustecken. Da sollte es uns doch allen leicht fallen, im Zug die Maske zu tragen. Hände waschen war bei mir sowieso schon immer angesagt, das habe ich so auch immer schon meinen Töchtern beigebracht.

Danke, Ivana, und gute Fahrt noch! Antwort: Danke, ja, auf nach Füssen!

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