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Was bringt das Jahr 2021?

27.01.2021
Neue Flotte im Oberland
Mehr Zug für`s Oberland - das Motto von 2020 gilt derzeit auch für 2021.

Vier Netze (Chiemgau-Inntal, Oberland, Ammersee-Altmühltal und Ostallgäu-Lechfeld), rund 29 Millionen Reisende (vor Corona) und 13 Millionen Zugkilometer pro Jahr, über 120 Fahrzeuge, über 700 Kilometer Streckennetz und Arbeitgeber für mehr als 700 Mitarbeitende. Das ist die BRB in Zahlen.

Wir verbinden die Menschen zwischen München, Salzburg, Kufstein, Augsburg, Füssen, dem bayerischen Oberland, Ingolstadt und Weilheim-Schongau. Gemeinsam arbeiten wir jeden Tag daran, die BRB noch besser zu machen.

Gerade jetzt, im Winter, ist das eine große Herausforderung, denn im Schneegestöber fährt man zwar noch immer sicher auf der Schiene, aber wenn durch die Kälte am Fahrzeug ein Ventil einfriert, eine Weiche nicht richtig funktioniert, der Schneepflug der Deutschen Bahn die Schienen freiräumt und die BRB-Fahrzeuge deshalb länger auf ihre Streckenfreigabe warten müssen, wenn Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen und auf dem Gleis landen, dann steht auch BRB-Geschäftsführer Fabian Amini in seinem Büro gleich am Bahnhof in Holzkirchen mit sorgenvoller Miene am Fenster und blickt auf die ein- und ausfahrenden Züge. Gemeinsam mit den Zuständigen außerhalb der BRB wird dann schnell an Lösungen gearbeitet.

Herr Amini, Pünktlichkeit ist das A und O im Zugverkehr, gepaart mit Qualität. Wie sieht es da bei der BRB aus?

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, kurz BEG, kontrolliert das ganz genau und bei schlechten Qualitätswerten zahlen wir die sogenannte Pönale, schlichtweg Geld. Wenn ich mir unsere Werte über die vergangenen Jahre anschaue, sehe ich erhebliche Qualitätsverbesserungen. Wir haben da einen ordentlichen Qualitätsschub gemacht. Zwar hat Corona ironischerweise allen Betreibern geholfen, aber wir haben sehr viel in die Verbesserungen investiert und wollen diese auch halten.

Was wird das Jahr 2021 bringen? Gibt es Neuerungen?

Ende 2020 haben wir für unsere Strecken im Oberland neue Fahrzeuge angeschafft, fahren im Berufsverkehr öfter und vor allem auch am Wochenende fast durchgehend im Halbstundentakt. Wenn die Ausflügler die wunderbare Natur und die schönen Städte und Gemeinden im Oberland genießen möchten, setzen wir mehr Fahrzeuge als bisher ein, damit die Reisenden nicht dicht an dicht im Zug sitzen müssen.

Wir hoffen doch alle, dass solche Ausflüge trotz Corona bald wieder möglich sein werden. Außerdem werden wir Ende des Jahres den ersten Teil des Netzes Berchtesgaden-Ruhpolding in Betrieb nehmen. Wieder ein Stück mehr Bayerische Regiobahn in Bayern.
BRB-Geschäftsführer Fabian Amini

Corona hat zu sehr starken Fahrgasteinbrüchen geführt. Wie meistert die BRB die Krise?

Auch bei uns geht es, wie bei vielen anderen Unternehmen, ums Überleben. Das muss man so deutlich sagen. Der Freistaat und der Bund unterstützen uns finanziell, wofür wir dankbar sind, aber die Situation verschärft sich seit Herbst letzten Jahres zusehends und ist für den gesamten Bayerischen Regionalverkehr wirklich sehr ernst. Wenn der Lockdown vorbei ist und das öffentliche Leben langsam wieder hochgefahren wird, ist für uns die Fahrgastrückgewinnung eines der wichtigsten Themen. Wenn ich immer wieder höre und lese, dass Busse und Bahnen noch immer überfüllt seien, dann kann das auf einzelnen Linien in Hauptverkehrszeiten für Berlin oder Frankfurt schon stimmen, aber auf unseren Strecken, außerhalb der Großstädte, ist das nicht der Fall. Unsere Fahrgastrückgänge liegen derzeit bei etwa 70 bis 80 Prozent. Kaum Schülerinnen und Schüler, kein Ausflugsverkehr, viele Arbeitende im Homeoffice, da bleiben nicht mehr viele Reisende. Und damit verbunden darf ich hier betonen, dass wir bei unseren über 700 Mitarbeitenden nachweislich keine Corona-Ansteckungen am Arbeitsplatz hatten, auch nicht bei unseren Fahrpersonalen. Es gibt inzwischen rund 20 Studien weltweit, die zeigen, dass die Ansteckungsgefahr im öffentlichen Nahverkehr niedriger ist als im Durchschnitt. Der ÖPNV ist also sicher. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hat hier sehr geholfen und mit der neuen FFP2-Maskenpflicht wird es in Bayern für alle noch sicherer. Außerdem wird spätestens alle sechs Minuten die Luft in unseren Zügen ausgetauscht, Klimaanlagen filtern die Luft, alte Luft entweicht aus den Zügen, Frischluft kommt nach. Der ÖPNV kann also ohne Bedenken genutzt werden. Auch ich fahre jeden Tag mit einem sicheren Gefühl Zug.

Eine Frage noch für Bahninsider zur Halle 3, die auf dem Gelände des Bahnbetriebswerks in Augsburg im Frühjahr eingeweiht wird. Warum ist die BRB darauf so stolz?

Wir werden dann zwei zusätzliche Instandhaltungsgleise in Augsburg zur Verfügung haben, um unsere Fahrzeuge noch schneller und flexibler instand zu halten. Außerdem bereiten wir uns damit sehr frühzeitig auf die Ende 2022 anstehenden Leistungsausweitungen im Ammersee-Altmühltal-Netz vor. Auf einem der neuen Gleise kommt dann unsere neue Unterflurdrehbank zum Einsatz. Und die kostet richtig viel Geld, bringt uns aber weitere Verbesserungen bei Qualität und Fahrzeugverfügbarkeit und spart uns auf Dauer auch noch richtig viel Geld. Denn in Bayern gibt es kaum Drehbankkapazitäten und ab Frühjahr können wir dann unsere Fahrzeuge auf unserer eigenen Drehbank warten und obendrein noch Fremdfahrzeuge aufnehmen. Darauf sind wir schon ein bisschen stolz.

Wer mehr Infos zur Lage lesen möchte, findet im Interview mit dem Merkur vom 27.1.2021 noch Aktuelles.

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